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Produktanleitung: Morchel-Pilzbrut richtig anwenden


Sehr geehrter Pilzfreund!


Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihrer Morchel-Pilzbrut


Um die Chancen auf einen Morchelfund in Ihrem Garten zu erhöhen, haben wir diese kleine Anleitung mit Tipps und Wissenswertem erstellt, um dem Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen.


Lagern Sie das Morchelmyzel bis zum Ausbringen in Ihrem Garten bitte kühl und dunkel. Suchen Sie einen geeigneten Platz in Ihrem Garten, wo Sie die Morchel ansiedeln wollen. Feuchte, schattige Stellen sind genauso geeignet, wie unter Bäumen oder Hecken. Grillstellen, Rosenpflanzungen und vor allem gemulchte Flächen eignen sich ebenfalls. Wählen Sie einfach den bestmöglichen Platz, der Ihnen zur Verfügung steht.




Bereiten Sie ein Pilzbeet von etwa einem halben Quadratmeter vor, in dem Sie die Erde umgraben und auflockern. Wenn Sie unser Morchelzucht-Set gekauft haben, liegt der Sendung auch ein Beutel Algenkalk und pH-Messstreifen bei. Den Kalk mischen Sie unter die Erde, wenn die Messung ergeben hat, dass der Boden zu sauer ist. Wie sie den pH-Wert Ihres Bodens ermitteln können, sehen Sie in diesem Video. Dann lockern Sie die Körnerbrut im Beutel durch vorsichtiges Kneten auf und streuen die Brut auf das Beet. Arbeiten Sie die Brut 10-15 cm tief ins Beet ein. Es ist selbstredend, dass die Stelle, an der später Morcheln wachsen sollen, nicht austrocknen soll. Halten Sie die Stelle feucht, aber nicht nass. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Pilzbrut beim Pflanzen von Sträuchern, Bäumen, Rosen oder Heidelbeeren mit ins Pflanzloch zu geben.


Sie haben verschiedene Möglichkeiten, der Morchel ihre neue Heimat so angenehm wie möglich zu gestalten und das Einwachsen und vor allem das Fruchten zu stimulieren. Morcheln werden oft an Brandstellen, Holzlagerstätten und mit Rindenmulch gemulchten Flächen gefunden, lieben aber auch kalkhaltige Böden. Allerdings scheint es so zu sein, dass die Morchel sowohl alkalische, als auch schwach saure Böden besiedelt. Sie können etwas Gartenkalk mit einarbeiten, und z.B. mit Rindenmulch abmulchen. Vorsicht ist geboten, wenn der Mulch selbst schon stark mit Pilzen besiedelt ist, was an weißen Myzelfäden im Mulch zu erkennen ist. Er muss frisch sein, nach Wald und Rinde riechen, aber nicht nach Pilz. Wenn Sie Holzasche haben, können Sie diese über die Pflanzstelle streuen, und dies mit frischer Holzasche im nächsten Frühjahr wiederholen, wenn die Morchel theoretisch das erste Mal fruchten sollte. Die Asche enthält Spurenelemente, die der Morchel nutzen können.


Es ist nicht abschließend geklärt, ob die Morchel ein Pilz ist, der organisches Material zersetzt, oder ob sie Partnerschaften mit anderen Pflanzen eingeht, jedenfalls werden in China bereits Morcheln in Massen in beschatteten Folientunneln kultiviert.

In jedem Fall scheint eine gute Versorgung des Standorts mit pflanzlichem Material als Dünger als Sinnvoll, und zwar auch in der nahen Umgebung der Pflanzstelle, da sich die Morchel ausbreiten kann. Die Morchel wird dann dort fruchten, wo es ihr passt, und sich an den Nährstoffen bedienen. Morcheln fruchten ab Ende März des folgenden Jahres, da sich das Myzel zuerst im Boden etablieren muss. Es ist ratsam, die Stelle zur Erntezeit mehrmals kräftig zu durchfeuchten, falls die Natur das nicht schon übernommen hat. Auch können Sie im zeitigen Frühjahr Kompost und ein wenig Asche über der Stelle verteilen, um der Morchel Nährstoffe zu bieten.


Wir hoffen, Ihnen mit dieser Anleitung ein paar gute Tipps an die Hand gegeben zu haben, um die Chancen auf eine erfolgreiche Ernte zu verbessern.

Zuletzt noch der Hinweis zur Sicherheit. Ernten und verzehren Sie auf jeden Fall nur Pilze, die Sie eindeutig identifizieren können, lassen Sie sich notfalls von einem Sachverständigen beraten. Im Garten können viele unterschiedliche Pilze wachsen, auch in Begleitung zu anderen Arten. Nicht alle sind essbar. Morcheln nur gut gegart verzehren.


Viel Freude und guten Erfolg! Ihr Team von www.edelpilze.shop


P.S. Wir haben auch einen Youtube-Kanal mit vielen interessanten Themen rund um die Pilzzucht. Schauen Sie doch mal rein und abonnieren Sie unseren Kanal @edelpilze.



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